Dienstag, 26. Mai 2009

"Ich würde versuchen, mein Kind auf die Gemeinschaftsschule zu schicken"

... das ist die Ansicht von Professor Matthias von Saldern, der den "VDI-Nachrichten" (das ist die Ingenieurszeitung in Deutschland) ein Interview gegeben hat.
Es stehen viele interessante Dinge dort. Z. Bsp. wusste ich gar nicht, dass in Deutschland - einer Studie zufolge - jeder zweite Gymnasiast Nachhilfe bekommt und dass ohne diese Nachhilfe das Gymnasium gar nicht mehr funktionieren würde...

Es wird doch dringend Zeit, für eine Schule, die ihre Schüler fördert, aber nicht überfordert.
Bei dem Gedanken, dass ein Kind nur zum Abitur gelangen kann, wenn seine Eltern finanziell in der Lage und willens sind, Monat für Monat zu bezahlen, gruselt's einen.



Prof. Matthias von Saldern ist Mitglied im Institut für Pädagogik an der Leuphana Universität Lüneburg. Bis 2007 war er Geschäftsführender Direktor des Instituts. Der Wissenschaftler gründete 1985 die Zeitschrift „Empirische Pädagogik“ und war deren Mitherausgeber. 2006 beteiligte sich von Saldern als Sachverständiger in der Enquete-Kommission des Hamburger Senats „Konsequenzen aus Pisa“. 2007 war der Bildungsforscher am Mitaufbau der ersten Gemeinschaftsschule in Schleswig-Holstein beteiligt. Seit 2009 ist er Sachverständiger beim Bildungskonvent Sachsen-Anhalt.

1 Kommentar:

  1. Liebe Eltern,
    der Artikel ist wirklich sehr gut!
    Man merkt, dass der Professor einen guten Einblick in unser Schulsystem hat.
    Ich bin von dem System der Gemeinschaftsschule ins Besondere aus dem Grund überzeugt, weil ich glaube, dass ale von ihm angesprochenen Hürden damit gebrochen werden können! Wie dem ein oder anderen bekannt ist, liegt mein Abitur gerade einmal ein Jahr zurück und ich hatte das "Vergnügen" es an zwei verschiedenen Schulformen, dem Gymnasium und der Gesamtschule, zu absolvieren. Ich habe also in beide Systeme einen Einblick bekommen.

    Bis morgen!

    Katharina Rettke

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